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M A R C O 

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10 / 2019

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 "Ich musste in der Vergangenheit selbst erfahren wie leicht es ist, als Zielscheibe für Hass und Inakzeptanz fürs "Anderssein“ angesehen zu werden."

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Menschen hatten schon immer Angst - damals wie heute. Die Angst vor Fressfeinden hat sich lediglich in dem Sinne verschoben, dass wir nun keine Angst mehr haben, bei lebendigem Leibe zerfleischt zu werden, sondern nun auf Social Media verbal und urteilend auseinander genommen und von der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert zu werden. 

Ich musste in der Vergangenheit selbst erfahren, wie leicht es ist, als Zielscheibe für Hass und Inakzeptanz fürs „Anderssein“ angesehen zu werden. Durch diese oft schmerzhaften Erfahrungen habe ich mir dementsprechend ein dickes Fell nach außen angeeignet, was aber an meiner Unsicherheit in einigen Situationen nichts geändert hat.

 

Dadurch, dass ich nun wesentlich offensichtlicher und selbstbewusster mit meiner sehr femininen Erscheinung auftrete, sind die Reaktionen darauf natürlich sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite genieße und schätze ich die Komplimente sehr, auf der anderen Seite merke ich aber, dass ich von einigen wahrscheinlich niemals die gewünschte Akzeptanz erhalten werde, was mich dummerweise in schwachen Momenten sehr an mir zweifeln lässt. So geht es aber wahrscheinlich jeder Minderheit, was nach wie vor ein enormes Problem ist.  

 

Social Media ist in dem Fall Fluch und Segen zugleich. Man bekommt in kürzester Zeit viel Aufmerksamkeit und Bestätigung, welche einen für den Moment ein gutes Gefühl und Zuspruch vermittelt, auf der anderen Seite ist der permanente Vergleich mit anderen und die teilweise anonym geäußerte Kritik und der Hate nicht sonderlich förderlich. Und doch hilft es, gerade dort, stark zu bleiben und seine Persönlichkeit und seinen Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen. Sich mitzuteilen und sich mit anderen Gleichgesinnten auszutauschen, um letztendlich zu sehen, dass man mit seinem "Anderssein“ nicht alleine dasteht.

Ich werde von einigen wahrscheinlich niemals die gewünschte Akzeptanz erhalten, was mich in schwachen Momenten dummerweise sehr an mir zweifeln lässt. So geht es aber wahrscheinlich jeder Minderheit, was nach wie vor ein enormes Problem ist. 

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Ich habe, was mich angeht, keine Lust mehr auf Versteckspiel. Ich bin wer ich bin, was nicht heißt, dass ich mittlerweile weiß, wer ich bin bzw. wie weit ich noch gehen werde, doch Schritte zurück wird es bei mir nicht geben. 

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Ich habe, was mich angeht, keine Lust mehr auf Versteckspiel. Ich bin wer ich bin, was nicht heißt, dass ich mittlerweile weiß, wer ich bin bzw. wie weit ich noch gehen werde (zwecks Transitioning), doch Schritte zurück wird es bei mir nicht geben. 

Ich hab mich lang genug versteckt und fertig gemacht, bereue aber keine der abertausend Tränen, denn aus diesen Erfahrungen heraus habe ich mich zu der Person entwickelt, die ich heute bin.

Ich nehme mir nun nicht mehr alles ganz so zu Herzen und kann über mich selbst lachen oder mich mit Witz aus unangenehmen Situationen winden. Ich habe gelernt, mich vor allem mit Humor mitzuteilen. Auch wenn ich dabei gern mal über die Strenge schlage, fällt es mir wesentlich leichter, so meine Emotionen zu zeigen. Und wenn ich dabei noch jemandem ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, ist dass doch eine wunderschöne Sache. 

Ich bin froh und unendlich dankbar über die etlichen, positiven Erfahrungen, die Gespräche die ich führen konnte und die liebevollen Personen, die ich durch das "Abweichen der Norm“ kennenlernen durfte und gleichermaßen "okay" mit der Realität, es niemals jedem Recht machen zu können. Denn es wird immer jemanden geben, der etwas an dir auszusetzen hat. Auch wenn das wohl das schwerste ist anzuerkennen und anzunehmen. 

 

Ich bin jedenfalls tausendmal lieber die überemotionale, unsichere Oberschwuchteltranse mit Witz als jemand der sich vor seiner eigenen Identität versteckt und seine Unsicherheiten auf andere Menschen überträgt

- soviel ist sicher. 

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 Ich hab mich lang genug versteckt und fertig gemacht, bereue aber keine der abertausend Tränen, denn aus diesen Erfahrungen heraus habe ich mich zu der Person entwickelt die ich heute bin.

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Ich bin froh und unendlich dankbar über die etlichen, positiven Erfahrungen und liebevollen Personen die ich durch das "Abweichen der Norm“ kennenlernen durfte und gleichermaßen okay mit der Realität, es niemals jedem Recht machen zu können.

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